Umhang in Häkelarbeit

Der prächtig wirkende Umhang ist an einer großen Figur dargestellt und alle Angaben und Maße sind für diese Größe berechnet. Er ist samt den 16 cm langen Fransen 132 cm lang und unten 2,25 m weit. Für kleinere Figurenm müssen, da der Umhang stets lose getragen woden soll und daher leicht von der Schulter rutscht, diese Maße geändert werden.

Gleichmäßiges lockeres Arbeiten gibt dem einfachen Umhang ein gefälliges, duftiges Aussehen und um dies zu erreichen, wird die Arbeit mit einer stärkeren Häkelnadel als der zarte Arbeitsfaden verlangt, ausgeführt.



Man beginnt am vorderen Rande mit einer entsprechend langen Luftmaschenkette. Bei unserem Original zählte diese Kette 290 Luftmaschen.

1. Reihe: In jede Luftmasche je 1 feste Masche und die Schlinge zwischen den einzelnen Maschen stets lang ziehen.
2. Reihe: Fortlaufend 1 feste Masche um jede Masche der vorigen Reihe und zwischen den einzelnen Maschen stets 16 Luftmaschen ausführen. Am Ende dieser Reihe häkelt man 4 Luftmaschen als Übergang zur dritten Reihe. Hierdurch wird diese den Halsrand bildende Kante ein wenig eingehalten.
Die 3. Reihe ebenso wie die erste Reihe arbeiten, nur greifen die festen Maschen stets um die Luftmaschen der vorigen Reihe, wie untenstehende Arbeitsprobe erklärt.



Im Verlaufe der Arbeit werden die zweite und dritte Reihe so oft wiederholt bis der Umhang die nötige Weite hat.

Zum Schluss häkelt man nochmals zur Bildung der äußeren Abschlusskante die zweite Reihe und führt sie auch über den Halsrand und an der zweiten Seite über den Luftmaschenanschlag weiter.

Für den Halsrand werden je 3 feste Maschen um die den Rand bildenden 4 Luftmaschen und 1 feste Masche auf die feste Masche gehäkelt und die einzelnen Maschen trennt man durch 16 Luftmaschen.

Eine lockere, aus zehnfachen Arbeitsfäden gehäkelte 2,70 m lange Luftmaschenkette, mit 20 cm langen Quasten an den Enden, wird 5 cm vom oberen Rand entfernt durch die Schlingenreihen gezogen, dann schiebt man die mittleren 10 Schlingen in der rückwärtigen Mitte zusammen und näht sie mit losen Stichen an der eingezogenen Schnur fest. An dieser Stelle wird eine 140 cm lange, gleiche, ebenfalls mit Quasten abschlossenen Luftmaschenkette, die in der Mitte zu einem losen Knoten verschlungen ist, festgenäht.

Beim Tragen hängen diese Schnuren über den Rücken und die vorn herabhängenden Enden werden verschlungen, um ein Herabgleiten des Umhanges zu verhindern. Für die Fransen schlingt man durch jede feste Masche je zehn 32 cm lange, zur Hälfte umgelegte Fäden. Das neuartige Muster kann sehr gut auch zur Herstellung eines Schals verwendet werden.