Tipps und Tricks für das Nähen mit der Nähmaschine

Was wir auch noch wissen sollten ...


Garnwahl

Das Garn nicht zu grob wählen: Ober- und Unterfaden zusammen sind stark genug, um haltbar zu sein.

Stichlänge

Die Stiche nicht zu klein wählen, an späteres Flicken oder Ändern denken, jedoch zum Stoff passend, zu kleine Stiche beschädigen den Stoff.

Unterlegen von Papierstreifen

Beim Nähen auf feinen, weichen Stoffen, insbesondere bei Rundungen und schwierigen Formen, oder auf einfacher Stofflage, besteht die Gefahr, daß die Nählinie den Stoff zusammenzieht, deshalb Seidenpapierstreifen oder Brenngaze unterlegen. Nachher Papier wegzupfen bzw. Brenngaze wegbügeln. Die Spannung besonders beachten, sie muß nach Entfernung der Unterlage noch straff genug sein.
Auch für Biesen in schrägem Fadenlauf verhindern untergelegte Seidenpapierstreifen das Ausbeulen des Gewebes.


Beschneiden der Rechtslinksnaht in einem Saum

Die äußere Kante der Rechtslinksnaht bis 1/2 cm vor die doppelte fertige Saumbreite fortschneiden, waagerecht einschneiden bis einen Faden vor die zweitgenähte Naht, Nahtränder ausstreichen.



Vorteil: Der Saum ist flach und wird gut transportiert.



Einschneiden der Nabtränder an einwärts und auswärts gerundeter Naht

Den Nahtrand an einwärts gerundeter Naht „einknipsen", die Schnittkanten schieben sich übereinander, es entstehen keine Fältchen. Sie müssen bei starken Rundungen und dicken Stoffen herausgeschnitten werden.

Den Nahtrand an auswärts gerundeter Naht „einknipsen", damit er die Weite der äußeren Rundung erhält. Die Schnittkanten klaffen auseinander und geben der äußeren Rundung nach, sie ziehen die Naht nicht ein.


Vornähen am maschinengesteppten Saum

Bei längeren Säumen (Bettwäsche, Vorhänge) besteht Gefahr, dass die Saumenden nicht mit den seitlichen Kanten abschließen, deshalb seitliche Ränder mit Saumstichen vornähen und Querzeichen zur Kontrolle angeben.





Das Kniffen von Blenden

Man zieht den Streifen durch zwei parallele, gleich lange Einschnitte in einem Stück Glanzpappe. Die Einschnittlänge ist gleich der fertigen Blendenbreite. Die beiden Einschnitte sind 6—8 cm voneinander entfernt.



Kniffen von Blenden

Festhalten von Eckpunkten

Damit sich die Ecke beim Maschinennähen nicht verschiebt, halten wir den Eckpunkt mit einem sehr feinen Heftstich diagonal fest. Heften der ganzen Ecke kann das Steppen erschweren (Ecken einer aufzusteppenden Tasche, eines Schlitzbesatzes, eines Flickens).





Das Rillen

Es darf nur mit feinster Nähnadel geschehen, damit der Stoff nicht beschädigt wird. Man fasst den Stoff mit Daumen und Zeigefinger der linken Hand auf der Vorderseite der Arbeit, so dass der Stoff zwischen diesen beiden Fingern zum Bruch gelegt wird.



Dann wird die Nadel von unten her mit der rechten Hand an die Bruchkante angelegt. Man rillt etwa 10 cm, sticht mit der Nadelspitze von unten durch und greift mit der linken Hand nach und beginnt von neuem.

Verwendung von Gummifäden zum Kräuseln

Der Gummifaden wird als Unterfaden auf die Spule gewickelt. Die Spannung muss gut eingestellt sein. Die Anwendung des Gummifadens ist teuer und wenig haltbar.


Verarbeitung von Werkstoffen

Beim Nähen von Werkstoffen (Igelith, Plastik, Acella) kommt es häufig vor, dass das Nähgut gar nicht oder nur schlecht transportiert wird. Es liegt daran, daß der Werkstoff am Metall klebt. Man verhindert es, indem man Papierstreifen (Pauspapier oder Seidenpapier) zwischen Stichplatte und Nähgut legt oder auf die der Nähplatte aufliegenden Seite Talkum streut oder der zu nähenden Linie entlang ein Tröpfchen Maschinenöl mit dem Finger verreibt. Man vermeide auch, dass die Nähplatte von auffallenden Sonnenstrahlen erwärmt wird. Die Stiche sind verhältnismäßig groß einzustellen, weil kleine Stiche den Werkstoff perforieren und die Haltbarkeit somit beeinträchtigen.