Gehäkeltes Tuch mit eingestopftem Muster

Für das 150 cm im Geviert große Tuch kann der klare Gittergrund in zwei verschiedenen Arten ausgeführt werden. Beide Arten muss man mit einer zum Arbeitsfaden passenden Stahlhäkelnadel nicht zu fest und nicht zu locker arbeiten.



Material: 400 g weiße Fichuwolle und einige Fäden rosa, gelbe und Lindenblütenfarbene Shetlandwolle.

Für den ersten, leichteren Arbeitsgang beginnt man an einer Seite, schlägt mit weiß eine 150 cm lange Luftmaschen-Kette an und häkelt über diese in hin und her gehenden Reihen, wechselnd 1 Stäbchen und 2 Luftmaschen, stets wieder in das Stäbchen der vorhergehenden Reihe greifend, wie die Arbeitsprobe



erklärt.

Bei der zweiten Art arbeitet man das Tuch von einer Seite ausgehend nur in Hinreihen. Jede Reihe wird mit neuem Faden begonnen und nach Fertigstellung schneidet man den Faden ab.

Man beginnt mit einer 3 m langen Luftmaschen-Kette, schneidet den Arbeitsfaden ab, sucht die mittelsten 9 Luftmaschen dieser Kette, häkelt mit neuem Faden in die 1. und 9. Luftmasche je 1 feste Masche, getrennt durch 7 Luftmaschen und schneidet den Faden ab. Die folgenden Reihen beginnt und beendet man mit je 1 festen Masche, die in jede fünfte Masche der Luftmaschen-Kette ausgeführt werden und die dazwischenliegenden Luftmaschen-Bogen bildet man aus 7 Luftmaschen und 1 festen Masche in die 4. Luftmasche eines Bogens der vorigen Reihe. Jede Reihe wird dadurch beiderseits um je einen Luftmaschen-Bogen größer und die zu Beginn ausgeführte Luftmaschen-Kette bildet die Außenränder der Arbeit.

In dieser Weise häkelt man ungefähr 143 Reihen bis zum Ende der Luftmaschenkette.

In den folgenden Reihen bis auf einem Luftmaschenbogen abnehmen, indem man jede Reihe in der Mitte des ersten Bogens der vorigen Reihe beginnt und in der Mitte des letzten Bogens beendet.

In den Gittergrund stopft man das Motiv ein, das sich an einer Seite dreimal, 8 Loch vom Rand entfernt, in gleichen Abständen wiederholt.

Besonders schön ist der Stich, mit dem die einzelnen Formen durchstopft sind und der durch seine Dichtheit dem Ganzen etwas flächenartiges verleiht.

Mit etwas stärkerer Wolle näht man zuerst über die gewünschte Anzahl Löcher 5 Fäden und durchstopft dann diese Fadenlage, siehe die Probe.



Die Ornamente der gegenüberliegenden Seiten können durch eingezogene Linien, die die glatte Fläche des Grundes angenehm unterbrechen, verbunden werden.

Für die Franse schneidet man 70 cm lange Fäden, legt je 3 und 3 zur Hälfte und schlingt sie in eine feste Masche ein.

Zählmuster: