Weben

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Einfache Webetechniken vom Flechtweben auf Pappe bis zum Weben auf dem Rahmen mit Kamm und wie man sich die dazu gehörenden Geräte selbst bauen kann.

Bandweben mit Plättchen

Das Weben mit Plättchen ist ebenfalls eine sehr alte und weit verbreitete Webkunst. Es bietet die Möglichkeit zu vielseitigeren Musterungen, ist aber auch in der Handhabung bedeutend schwieriger. Als Vorrichtung dienen kleine viereckige oder sechseckige Plättchen aus Holz oder Pappe mit Löchern in allen Ecken.


Flickenweberei

Schöne Gebrauchsgegenstände, wie Läufer, Wandbehänge, Fenstervorhänge, Fußkissen und Kissen kann man aus allerlei alten Stoffresten weben. Man gebraucht also hierfür gar kein neues Material. Da heißt es natürlich zuerst einmal, tüchtig zu sammeln. Alle alten Stoffe, wenn sie weich und schmiegsam sind, lassen sich gut verwenden, also: Wollstoffe, Baumwollstoffe, Kunstseide, alle Trikotgewebe, Strümpfe und seidene und baumwollene Unterwäsche. Leinenstoffe, Tafte und Samte sind unbrauchbar.

Perlenweben

Zum Perlenweben benutzt man einen besonderen Perlwebstuhl.



Abb. 49. Perlenwebstuhl

Bandweben auf dem Brettchen

Ein altes Webgerät ist das Webebrettchen, auch Webekamm oder Webegatter genannt.



Abb. 44. Bandweben mit Webebrettchen



Abb. 43. Webebrettchen

Das Weben

Wir wickeln, wie wir es gelernt haben (Abschnitt III), die verschiedenfarbigen Garne auf die Webnadeln, jedoch nicht zuviel auf eine Nadel, da sie sonst in der Kette hängen bleibt.

Nun wiederholen sich folgende Arbeitsvorgänge:

1. Wir heben den Kamm und setzen ihn in die Abstufung der Kammstütze, so dass ein Fach entsteht (Oberfach).

2. Wir geben die Webnadel mit lose hängendem Schussfaden durch.

3. Wir legen die Nadel ab.

Das Aufbringen der Kette

Jetzt legen wir den Kamm vor uns auf die Tischkante und zwar so, dass er mit der unteren Leiste und einem Drittel der Schlitze übersteht. Den Peitschenstock nehmen wir aus der Rille im Kettbaum heraus und legen ihn auf dem Kamm bereit. Jetzt hängen wir die Kette mit der abgebundenen Schlinge so über den Daumen der linken Hand, dass die Längen der Kette links und rechts an der Hand herabhängen und das Fadenkreuz zwischen Daumen und den anderen Fingern liegt.


Das Scheren der Kette

Das Scheren ist der Arbeitsvorgang, der es uns ermöglicht, alle notwendigen Kettfäden zusammenhängend und geordnet auf die gewünschte Länge zu bringen, ohne dass wir jeden einzelnen Faden abmessen und abschneiden müssen, und ohne dass ich der lange Faden verfilzt. Es werden drei Scherklammern oder drei Schraubzwingen, und falls man beides nicht hat, zwei Stühle, die man umgekehrt auf den Tisch stellt, dazu benutzt.



Abb. 35. Scheren der Kette über 2 Stühle