Nähen - Basiswissen

warning: Creating default object from empty value in /is/htdocs/wp10428439_JQ46QRGZRU/www/handarbeitswelt/modules/taxonomy/taxonomy.pages.inc on line 33.
Grundwissen mit Beschreibungen von einzelnen Nähschritten

Einfache Naht

Diese Naht wird häufiger in der Schneiderei als in der Wäscheanfertigung angewendet, da sie offene Schnittkanten hat.

Pflegetipps

Kleidung will ordentlich gepflegt werden, sonst hat man nicht lange Freude daran.

Reine Schurwolle und Wolle darf nicht gewaschen sondern nur gereinigt werden.Die maximale Bügeltemperatur liegt bei 150 °C.

Wollgemische mit Trevira, Diolen, Nylon usw. können bei 30 °C gewaschen, bis maximal 150 °C gebügelt sowie gereinigt werden.

Wollgemische mit Zellwolle können bei 30 °C gewaschen, bis maximal 150 °C gebügelt sowie gereinigt werden.

Das Kräuseln

Die Kräuselung wenden wir bei vielen Kleidungsstücken an. Am häufigsten wird das Kräuseln für die Einarbeitung der Armkugel, sowie bei Blusen angewandt.

Soll zum Beispiel das Rückteil einer Bluse eingekräuselt werden, so wird die obere Kante steppfussbreit abgesteppt. Eine zweite Steppnaht, dicht oberhalb der ersten Linie, wird noch einmal durchgesteppt. Es ist zu beachten, dass eine möglichst große Stichbreite eingestellt wird, somit kann leichter gekräuselt werden.

Die Anfertigung einer Manschette mit angeschnittenem Beleg

Ein Stück Oberstoff wird fixiert. Länge und Breite der Manschette werden festgelegt. Nun wird von der rechten Seite des Stoffes ein Bruch in die Mitte hineingebügelt.

Die Breite der Manschette wird gekennzeichnet. Hierbei wird von der Kante des Bruches ausgegangen. Von der Kante des Bruches aus wird zusätzlich zur Breite der Manschette noch 1 cm Nahtzugabe gegeben. Also: Beträgt die Breite der Manschette 5 cm, so müssen 6 cm abgezeichnet werden.

Die andere Seite der Manschette nennt man Beleg. Hier wird die Nahtzugabe nach links umgebügelt.

Die Kantenverarbeitung

Zuerst wird die gezeichnete Naht genäht und ausgebügelt. Nach dem Ausbügeln werden die Nahtzugaben vom Oberstoff und dem Beleg auf eine gleichmäßige Breite von 0,5 cm verschnitten.

Um die Kante möglichst dünn zu arbeiten, halbiert man die Nahtzugabe des Oberstoffes noch einmal. Danach wird die Kante auf die rechte Seite gezogen und doppelt versetzt voneinander geriehen.

Nach dem Reihen wird die Kante angebügelt.

Als nächstes können dann die Reihfäden gezogen und die Kante fest angebügelt werden.

Der Zick-Zack-Stich

Der Zick-Zack-Stich wird für eine einfache Nahtversäuberung verwendet, wenn keine Kurbelmaschine vorhanden ist. Diese Methode eignet sich vor allem für feine Stoffe. Den Zick-Zack-Stich können wir vielseitig verwenden. Wir können damit Knopflöcher nähen, ihn als Zierstich oder auch für Randbefestigungen verwenden. Mit Hilfe des Zick-Zack-Stiches können wir auch sticken.

Bei der ausgebügelten Naht wird jede Kante für sich versäubert. Der Stoff sollte so unter dem Steppfuß liegen, dass die Nadel im Wechsel in den Stoff und genau neben die Kante sticht.

Das Unterschlagen einer Hose mit Kniefutter

Wird eine Hose mit Kniefutter gearbeitet, so ist sie mit Sicherheit wärmer und angenehmer im Tragen, als wenn sie ohne Futter gearbeitet worden wäre.

Kniefutter und Hose werden aufeinandergelegt und zuerst von der rechten Seite in der vorderen bzw. hinteren Mitte durchgeriehen. Kniefutter und Oberstoff werden geriehen, in dem der Oberstoff von der Mitte aus zur Seite gestrichen wird.

Bei der Vorderhose wird noch zusätzlich ein Schrittbeilegen mit untergeriehen.

Nach oben hin muß das Futter lang genug sein, damit es mit in das Bündchen hineingenommen werden kann.