Winterhut aus Straußenwolle für junge Mädchen



Einen sehr hübschen und kleidsamen Winterhut können sich junge Mädchen auf folgende Weise leicht und billig selbst herstellen.

Man kaufe sich in einem Putzgeschäft eine der jetzt modernen, großen, flachen Gazeformen, die sehr wohlfeil sind.

Auf einen kreisrund geschnittenen Gazeteil (ca. 40-50 cm im Durchmesser) hefte man dann ein ebenso großes Stück Satin in der Farbe, die man für den Kopf des Hutes gewählt hat. Dann wird Straußenwolle von derselben Farbe auf diesen Teller genäht und zwar in ganz dichten Reihen, entweder von der Mitte beginnend und immer rund herum, oder in querlaufenden Linien. Die Arbeit geht sehr rasch von statten und der fertige Hutteil imitiert feinen Krimmer auf das Beste.

Mit diesem Teil wird dann der Hutkopf überdeckt, die überflüssige Weite am Rande ist in tiefe Quetschfalten zu legen. Für den äußeren Rand des Hutes benähe man einen schräg geschnittenen Satinstreifen, der mit leichtem Futtermull unterheftet werden muß, in gleicher Weise, d. h. in querlaufenden Reihen.

Sehr gut sieht es aus, wenn Kopf und Hutrand mit verschiedenfarbiger Straußenwolle benäht werden, z. B. schwarzer Rand und weißer Kopf oder umgekehrt; auch die moderne Farbenzusammenstellung von Flaschengrün und Hellmarineblau sieht sehr apart aus.

Wer die größere Mühe nicht scheut, benähe den Kopfteil mit zwei Farben Straußenwolle; die verschiedenfarbigen Reihen geben eine gute Changeantwirkung.

Der Hutrand wird entweder glatt bezogen oder der Besatzstoff in gewundenen Falten herumgelegt. Einige flotte Sammetbandrosetten und ein zierlicher, dunkel abschattierter Federtuff bilden den weiteren Ausputz des einfachen und doch feschen Hutes.

Auch Toqueformen für ältere Damen lassen sich in dieser Weise beziehen, ebenso sehen Kinderhüte, mit ganz zartfarbiger Straußenwolle, Rosa mit Weiß, Hellblau mit Creme u. s. w., benäht, sehr reizend aus.

Diese Hutköpfe ersetzen die teuren Chenilledeckel, welche als Hutneuheit bekannt sind, in vorteilhaftester Art.