Posamentenquaste mit Seidenschnürchen

Ein gutes Beispiel für eine reicher ausgestattete Quaste in formvollendeter künstlerischer Ausführung ist diese Quaste.



Für die im Original 13 cm lange Quaste benötigt man 24 m schwarzes und 1 1/2 m grünes Seidenschnürchen.
Die Quaste bilden der Quastenkopf, das Gehänge und die Zierfigur.

Eine geflochtene Schnur dient zur Befestigung. Die Zierfigur ist grün, alle übrigen Teile wirken schwarz.

Für den Quastenkopf braucht man vier Schnurbüschel, jeder Büschel wird aus fünf Fäden, etwa in der Länge von 50 cm gebildet.
Die Flechtarbeit wird am besten über einem Flaschenkorken ausgeführt.
Man beginnt in der Mitte ausgehend, indem man nach der folgenden Abbildung die Büschel kreuzt, und achtet darauf, dass die Enden gleichmäßige Länge haben.

Ausführung der Flechtarbeit zum Quastenkopf. Die Flechtarbeit ist mit vier fünffädigen Büscheln, von der oberen Mitte des Knotens beginnend, um einen Korken auszuführen.

Die gekreuzten Fäden sind an dem Korken festzustecken. Dann umflicht man den Korken durch dreimaliges Kreuzen der Büschel, löst die Arbeit von dem Korken, schiebt in den Hohlraum eine gedrchselte, in der Mitte durchlochte Holzkugel ein, zieht die Schnurenden fest zusammen, steckt die Enden nach innen und vernäht sie unsichtbar.

Das Umflechten des Korkens zur Herstellung des Quastenkopfes.

Das Gehänge besteht aus 24 Strähnen, die etwa je 60 cm lange Schnurenden bilden, die man nach den beiden folgenden Bildern zu Wickelknoten verflicht.

Ausführung des Wickelknotens zur Quaste mit Gehänge aus Wickelknoten. Das Umwickeln der Nadel mit dem Schnürchen.

Das Befestigen des Wickelknotens. Durch Zurückführen der Nadel zwischen den Wickelreihen, hinter der vorletzten Reihe beginnen, i.d. untere Schlinge gespannt zu halten.

Zunächst wird der Verschlussknoten gearbeitet, dessen Ausführung die nächsten beiden Abbildungen erklären.

Flechtknoten zum Gehänge der Quasten. Die Fadenschlingen werden auf dem Knüpfkissen aufgesteckt. Nach vollendeter Figur leitet man das Schnurende zurück durch die Flechtarbeit.

Nach dem Durchleiten des langen Schnurfadens zieht man diesen an, wodurch sich die Knotenmusche bildet. Das kurze Schnurende ist nach innen zu schieben und abzuschneiden.

Das Zurückleiten des Schnurendes durch die Flechtfigur des letzten Knoten.

Dann folgt der Wickelknoten, wie oben beschrieben. An jeder Strähne sind vier Knoten zu arbeiten.

Die Zierfigur bilden fünf anschließende Flechtknoten.

Ausführung der Flechtknotenreihe für die Herstellung der Zierfigur unter dem Quastenkopf. Die Figur bilden 5 Flechtknoten, die man durch Zusammennähen zum Ring schließt.

Für die Hängeschnur sind vier entsprechend lange Schnurenden nötig. Man legt die Enden zur Hälfte zusammen und steckt sie auf dem Kissen fest. Nun kreuzt man nach der Abbildung unten abwechselnd die Enden 1 und 3, legt 2 und 4 über die Kreuzung und dann übereinander, ebenso wieder 1 und 3, zuletzt umwickelt man die enden mit schwarzem Faden.

Ausführung der zweifarbigen Hängeschnur zur Quaste.

Die Hängeschnur ist in gleichmäßigen weitläufigen Abständen durch Knoten zu verzieren, die man in der Art des Quastenkopfes ausführt, jedoch ohne Einfügen einer Holzkugel.