Einfache Quasten in Posamentenknüpfarbeit

Um Fransen, Borten und sonstigen Gegenständen einen reichen Abschluss zu geben, versieht man sie mit Quasten, die in Material und Ausführung mit dem betzreffenden Gegenstand übereinstimmen müssen.



Einfache Quasten werden in der bekannten Art, siehe Anleitung Quasten, hergestellt.

Schwere Quasten erfordern Einlagen aus Holzformen, die das Knüpfmaterial verdeckt.

Für eine einfache schwere Quaste bildet eine durchlochte Holzkugel den Quastenkopf. Diese Kugel kann auf verschiedene Arten mit dem Material gedeckt werden.
Im Folgenden erklären wir die gebräuchliche Art, die sich für Anfänger eignet.

Man schneidet in der erforderlichen Quastenlänge mit Zugabe für den Quastenkopf Doppelfäden aus dem Material zurecht, legt die Fäden zu gleichen Büscheln zusammen und vereinigt die Büschel in der Mitte durch Häkelarbeit, indem man um jeden Büschel eine feste Masche arbeitet und zuletzt durch eine Kettenmasche in die erste feste Masche die Büschel zur Runde schließt.
Hierbei achtet man darauf, dass das Loch die Größe des Kugelloches hat.
Nun legt man die Fadenmasse um den Kugelkopf, so, dass die Fäden, dicht anschließend, gleichmäßig nebeneinander herabhängen.
Dann bindet man die Fäden in der bekannten Art, siehe Anleitung Quasten, mit gleichartigem oder andersartigem Faden unterhalb der Kugel ab. Durch das Loch der Kugel wird eine geknüpfte oder gehäkelte Schnur geleitet; ein Knoten sichert das Schnurende.

Nach Belieben können derartig hergestellte Quasten reicher verziert werden, indem man den Kopf umhäkelt, netzartig umnäht oder umsticht.