Decke aus Stoffresten

Wer viel Phantasie und guten Geschmack besitzt, kann aus Abfällen, die man sonst nirgends verwenden kann, recht hübsche Sachen anfertigen, so z. B. auch Bettvorlagen, Wiegendeckchen u. dergl. mehr.


Beliebige Tuchresten werden vorn halbkreisförmig zugeschnitten. Die Restchen dürfen von beliebiger Größe sein, jedoch zur nämlichen Decke selbstverständlich alle gleich groß. Das runde Ende wird mit farbigen Wollresten festoniert und mit beliebigen Zierstichen verziert. (Sind die Fleckchen aus Seide, so wird auch mit Seidenresten verziert). Hat man eine ziemliche Anzahl solcher Fleckchen, so werden sie nach Farbe und Verzierung geordnet. Sodann wählt man als Unterlage ein Stück Tuch, so groß, als man die Decke machen will. Dies braucht ebenfalls nicht neu zu sein, z. B. von einem alten, noch nicht schadhaften Sophaüberzug. Nun heftet man die Fleckchen mittelst Seide oder reinem Garn darauf, und zwar fängt man in den vier Ecken an und reiht sie wie Schuppen übereinander. Wer Sinn für Farben hat, kann sie harmonisch und geschmackvoll ordnen. In der Mitte schließt man mit einem kreisrunden oder viereckigen Fleckchen, ist die Decke länglich, dann mit einem ovalen Stück, das ebenso wie die übrigen verziert wird. -

Ein Tipp, der schon mehr als 100 Jahre alt ist...